Grüne Smoothies - die Energiebooster, Fern Green

Wer sich generell schon hingezogen fühlt zu grünen Smoothies, wird von diesem Buch bestimmt angetickert sein. Es hat etwas sehr Cleanes, Sortiertes, Aufgeräumtes. Daher gibt es hier etwas mehr Bilder, um den Eindruck zu vermitteln. Alles ist sehr klar gegliedert: Den Beginn macht eine kurze Einleitung über zwei  Seiten, dann werden die benötigten Küchengeräte Standmixer und Entsafter vorgestellt sowie die sogenannten grünen Supestars - Basilikum, Pak Choi, Kohl, Brokkoli, Staudensellerie, Grüne Paprikaschote, Mangold, Grünkohl, Löwenzahnblätter, Koriandergrün, Rucola, Spinat, Glatte Petersilie, Römersalat Minze, Brunnenkresse. Es folgt ein 7-Tage-Detoxplan und weiter gehts mit den Kapiteln ""Säfte", "Smoothies" und "Shots & Pflanzenmilch". Die Rezepte sind simpel die Zutaten werden entsaftet oder püriert. Das Buch ist recht schwer, ein Hardcover mit 160 Seiten, für 12,95 EUR.

Vielleicht wird es hier im Blog mal einen live-Bericht zum Detoxplan geben - 7 Tage Super-Greens, Popeye lebt! 

Free your food, Larissa Häsler

Clean Eating ist ein trendiger Begriff für etwas, das es schon lange gibt: den Ansatz, sich so natürlich wie möglich zu ernähren mit Nahrungsmitteln, die möglichst unverarbeitet, unbehandelt und frei von raffiniertem Zucker sind. Das nur mal in Kürze. Wer mehr über Clean Eating wissen möchte, findet im Internet zahlreiche Artikel dazu. Die Autorin Larissa Häsler studiert Oecotrophologie und hat eine Webseite (www.freeyourfood.de), begleitend zum Buch, auf der sie über das Buch hinaus Informationen und Rezeptideen postet. Das Buch hat ein Softcover, ist 230 Seiten stark und ein bunter Mix aus veganen Rezepten, die überwiegend einfach zuzubereiten sind. Die ersten 44 Seiten behandeln Themen wie "Warum vegan", "Basics zu Soja", "Kleine Warenkunde", "Küchenausstattung" und noch einige andere. Danach geht es weiter mit den Rezepten in den Kapiteln "Frühstücksideen", "Smoothies & Drinks", "Snacks, Suppen & Salate", "Hauptgerichte", "Süße Naschereien" und "Basics". Die Rezepte sind sehr gut verständlich, die Bilder sind ansprechend, und es wird deutlich, mit wie wenig Aufwand gesunde und auch das Auge glücklich machende Gerichte gezaubert werden können. Wichtig zu wissen: Bei den meisten Gerichte kommt ein Hochleistungsmixer zum Einsatz. Fazit: Es gibt bestimmt originellere Gerichte, dafür bieten die hier beschriebenen einen super Einstieg auch für auf dem Gebiet der veganen Kochkünste eher Unerfahrene. Und das macht dann Spaß, wenn es gleich leicht losgehen kann. Das Buch kostet 19,80 EUR und ist das Geld auf jeden Fall wert. Viele schöne Impulse. Gerade auch für die Tage, an denen es mal zügig gehen soll und es frischt auch eigene Ideen wieder auf - "Ach ja, genau! Das kann ich ja auch mal wieder machen! Und das ist ja ganz einfach und geht ganz schnell, super, das mache ich heute!"

 

Vegan für Faule, Martin Kintrup

Was für ein geniales Buch aus dem Gräfe und Unzer Verlag. Vegan für Faule ist genau das, wonach es aussieht: Ein Kochbuch mit Rezepten, die ganz leicht und meistens innerhalb einer halben Stunde zubereitet werden können. Absolut unaufwendig in jeder Hinsicht, mit Hinweisen, wo welche Lebensmittel leicht eingekauft werden können. Das Buch beginnt mit einer kleinen Einleitung über vegane Küche generell, bequeme Lebensmittel aus dem Supermarkt, bequeme Lebensmittel aus dem Drogeriemarkt und eine Erklärung, welche Lebensmittel wirklich pflanzlich sind und in welchen vermeintlich pflanzlichen sich Tierliches verstecken kann. Es folgen Rezepte fürs Frühstück, zum Thema Heimatküche, Mediterranes, Asiatisches & Orientalisches, Grillen, Desserts & Gebäck und Faule Menüs. Abgerundet wird das Ganze durch einen Einkaufszettel am Ende des Buches, der auch zum Download bereitsteht unter www.gu.de/kochenfuerfaule. Das Buch ist ein Softcover, hat 144 Seiten und kostet 14,99 €. Wenn Empfehlungen erlaubt sind: Tipp!

Raw Food!, Anat Fritz

RAW FOOD! von Anat Fritz ist ein sympathisches 159-Seiten-Buch mit festem Einband. Die Gerichte sind alle roh und vegan, und bis auf ein paar Zutaten, die vielleicht nur Rohköstler ganz selbstverständlich in der Küche haben, ist alles leicht zuzubereiten. Es gibt eine kleine Einleitung über vier Seiten zum Thema vegetarisch, vegan oder roh?, Nährstoffe und ein paar Worte über rohköstliches Leben im Allgemeinen. Das Buch ist eingeteilt in Frühstück & Smoothies, Salate, Snacks & Lunch sowie Desserts & Kuchen, und vor jedem Kapitel gibt es wiederum eine kleine Einleitung zum jeweiligen Thema auf zwei Seiten. Die Texte sind übersichtlich und freundlich, es gibt auf vielen Seiten kleine Tipps, die Fotos sind ansprechend und die Rezepte gut nachzuvollziehen. Auf den letzten Seiten des Buches gibt es eine Seite rohköstliche Küchentipps, vier Seiten rohköstliche Zutaten, und auf einer Seite sind nützliche Küchenhelfer beschrieben. Dazu ist zu sagen, dass Rohköstler einige Geräte benötigen wie Dörrgerät, Standmixer, Keimgerät, Küchenmaschine und Entsafter. Auch ohne diese Geräte lassen sich etliche Gerichte aus dem Buch zubereiten, und Einsteigern beziehungsweise Interessierten eröffnen sich viele neue Ideen. Auf jeden Fall heißt es Umdenken, was die Rohkostküche betrifft, denn viele Zutaten müssen vor der Verarbeitung stundenlang einweichen. Und ehrlich: Ohne Standmixer wird es wirklich schwierig.

Vegan, Zabert Sandmann

Das Kochbuch von Zabert Sandmann hat ein Softcover, 144 Seiten und kostet nur 4,95. Ein richtiges Arbeitsbuch, das auch gut direkt beim Kochen auf dem Küchentresen liegen kann zum Draufschauen. Im Aufgeklappten Einband finden sich vorne Step by Step Tipps & Tricks der Veggie-Küche und hinten ein paar allgemeine Worte zur veganen Küche und eine Vorstellung einiger Lebensmittel wie Gemüse, Tofu, Kräuter, Hülsenfrüchte, Pilze und Sojajoghurt. Nun ja. Für Einsteiger ist das super. Das Buch ist aufgeteilt in Vorspeisen & kleine Gerichte, Salate & Suppen, Nudeln, Reis & Co. und Desserts. Von der ersten bis zur letzten Seite finden sich Rezepte, und es sind unglaublich viele dabei, die spontan Lust auf Kochen machen. Alle Rezepte sind leicht verständlich und einfach zuzubereiten, und es gibt auf einigen Seiten zusätzliche Tipps zu den jeweiligen Rezepten. Das ist ein praktisches Buch.

Vegan vom Feinsten, Nicole Just | Martin Kintrup

Vegan vom Feinsten ist ein Hardcover mit 187 Seiten. Das Buch gliedert sich in Kalte Vorspeisen und Salate, Warme Vorspeisen und Suppen, Hauptgerichte, Desserts und ein Glossar (Was Sie über Agar-Agar, Margarine oder Tempeh schon immer wissen wollten). Bevor es losgeht mit den Rezepten, werden auf acht Seiten Würzmittel und Kräuter vorgestellt, das Räuchern im Topf beschrieben sowie die Zubereitung von Saucen, Pasten, Senf, Basis-Gemüsebrühe und einigen anderen erklärt. Am Ende des Buches, direkt vor dem Glossar, gibt es noch auf zwei Doppelseiten Tipps zum passenden Getränk sowie Menü-Zusammenstellungen. Das Buch ist insgesamt hochwertig aufgemacht, hübsche Seiten, hübsche Fotos. Einige Rezepte sind etwas aufwendiger. Irgendwie ist alles gut, und irgendwie fehlt trotzdem der Funke, der überspringt. Geschmäcker sind verschieden. Dieses hübsche Buch kostet EUR 24,99.

Vegan for fit, Attila Hildmann

Attila Hildmann ist ein Poser. Er präsentiert uns ein Buch, das 1,7 kg wiegt und EUR 29,95 kostet. Er findet, zu einem veganen Lifestyle gehören ein gutes Rennrad (EUR 1.500,00), ein Dörrgerät (EUR 396,00), ein vernünftiger Standmixer (EUR 499,99) und ein Spiralschneider (EUR 24,90). Er versenkt auch schon mal zwei Gläser weißes Mandelmus (EUR 19,98) in einer Torte, ohne mit der Wimper zu zucken. Das kann Mann machen. Okay. Soweit so subjektiv. Das Kochbuch selbst wird im Grunde schon als Lifestyleprodukt verkauft. Es hat 264 Seiten, ist unglaublich schwer und unhandlich, und es gibt ein beigefügtes Extraheft zur so genannten 30-Tage-Challenge, in dem Teilnehmer von ihren Erfolgen berichten, die sie mit 30 Tagen veganer Ernährung nach Attila Hildmanns Rezepten erzielten. Dazu gehört auch eine ganze Menge Sport. Ebenfalls nach Attila Hildmanns Anleitung. Attila Hildmann ist ein Allround-Talent. Er kocht auch im Fernsehen und ist im Buch auf vielen Seiten abgebildet - beim Sport, Essen oder auch mit freiem Oberkörper im Bett. Bevor es auf Seite 50 mit den Rezepten losgeht, geht es in erster Linie um Abnehmen und Gesundwerden. Das mag für viele ein wichtiger Ansporn sein. Attila Hildmann erzählt von seiner eigenen Entwicklung vom Dickmops zum Supermann und erläutert die 30-Tage-Challenge und wie ein Leben sich in nur wenigen Tagen verändern kann. Vieles ist für Personen, die sich noch nie mit gesunder Ernährung befasst haben, sehr interessant und aufschlussreich. Zum Beispiel, was Zucker und Weißmehl im Körper anrichten. Von Tierlichem ganz zu schweigen. Er listet Beschwerden auf, die sich nach der 30-Tage-Challenge bessern oder verschwinden können. Hier bezieht er sich auf Berichte von Teilnehmern. Grundsätzlich plädiert Attila Hildmann für eine vegane und vor allem natürliche Ernährung und listet auch auf, was alles weggelassen werden sollte. Der Rezeptteil gliedert sich in Rezepte für morgens, Rezepte für mittags und abends, Rezepte für Snacks, Rezepte zur Belohnung und Rezepte für Drinks. Im Anschluss folgen zwei Seiten zum Thema Im Restaurant, 18 Seiten Sportprogramm, auf denen Attila alles vorturnt, zwei Seiten Ernährungs- und Einkaufsregeln, 16 Seiten zum Thema Motivation, acht Seiten Erfolgsgeschichten und zwei Seiten Challenge im www - Biodealer und Community im Netz. So nennt er das. Biodealer. Die Food-Fotos sehen auf jeden Fall ansprechend aus und machen Lust auf Essen, die Gerichte schmecken bestimmt super, und wenn Attila Hildmann jemanden 30 Tage lang mit seinen Gerichten bekocht, ist das sicherlich ein Glücksfall. Das Buch allerdings ist für Feinsinnige eher eine schwere Kost.